Dienstag, 22. September 2009

Zeugenbeseitigung

Den Roman zu dieser wahren Geschichte gab es im Winter 2008 im Kino: In dem Film »Der Mann, der niemals lebte« mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle erfindet die CIA eine Terrorgruppe, echte Bombenanschläge verleihen dem Konstrukt Glaubwürdigkeit. Als der Schwindel aufliegt, muss der zum vermeintlichen Oberschurken aufgebaute Saudi, eigentlich ein harmloser Bauunternehmer, liquidiert werden. Tote Zeugen sprechen nicht.
An dieses Szenario erinnert das Schicksal von Nadschmeddin Schalolow – kein Mensch weiß, ob der Name tatsächlich stimmt –, der nach diversen Medienberichten am 14. September 2009 von einer Drohne der US Air Force im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet in die Luft gebombt wurde. Schalolow erlangte kurzzeitige Berühmtheit im Prozess gegen die sogenannte Sauerlandgruppe, der derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf geführt wird. Den vier jungen Männern wird vorgeworfen, den größten Terroranschlag auf deutschem Boden, angeblich ein German 9/11, vorbereitet zu haben. In umfangreichen Aussagen gegenüber der Polizei und vor Gericht gaben sie an, dass niemand anderes als dieser Schalolow sie auf diese furchtbare Idee gebracht hatte. Für wen dieser wiederum arbeitete, wird er nun nicht mehr aussagen können.


ARGUSAUGEN ist nicht Mainstream-Media. Hier sollen viele unterschiedliche und auch alternative Ansichten dargestellt werden. Ich sehe es nicht so, wie der Verfasser. Schließe es aber gleichsam nicht aus. Es passieren viele Dinge, die eben nur klar aussehen. Die Wahrheit werden wir nie erfahren. In diesem Fall eh nicht, da der einzige echte Zeuge nicht mehr am Leben ist.