Montag, 28. November 2011

Ausgehebelt: Der Leverage-Betrug mit dem EFSF

Das große Aufatmen ist durch die Welt und ihre Presse gegangen, die Börsenindizes sind – allerdings nur kürzestfristig – nach oben geschnellt, die Anleger haben ein paar Tage lang aufgeatmet, und sogar die auf Konfrontationskurs gegen den Euro gestimmten – oder besser: von Thinktanks getrimmten – US-Ratingagenturen haben dem Euro-Schutzschirm EFSF1 tags darauf das Triple-A ausgestellt: Dem eben beschlossenen Rettungsschirm sei höchstes Vertrauen auszusprechen; man könne der eben in Brüssel beschlossenen neuen Finanzarchitektur blindlings vertrauen; der Euro sei quasi gerettet – und die Weltwirtschaft so ganz nebenbei auch. Eine Woche später sah alles schon wieder ganz anders aus …

Wie Kleinbonum?

„Die spinnen, die Römer“, ließen Albert Uderzo und René Goscinny ihre Helden Asterix und Obelix verdattert feststellen, als sie den militärischen Zick-zack-Kurs der Römer von ihrem kleinen gallischen Dorf aus beobachteten und kommentierten. „Die spinnen, die Amis“ oder „Die spinnen, die Rating-Agenturen“, könnte man – gegenwartsadäquat – das Treiben jenseits des Atlantiks, aber auch innerhalb der heiligen Hallen des EU-Headquarters in Brüssel bewerten und: Was müssen wir uns noch alles bieten lassen an Fehlinformationen, politisch motivierten „Beruhigungspillen“ oder gar schlicht Lügen, die uns da über die gleichgeschalteten Medien aufgetischt werden?
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