Sonntag, 13. März 2011

Kommt am Montag der Finanz-Tsunami?

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan bereiten sich die Börsianer rund um den Globus auf einen GAU im Finanzsystem vor. Der Stillstand der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt dürfte in massiven Abverkäufen münden.

Bereits am Samstag kam es nach Angaben einer Nachrichtenagentur zu "panikartigen Verkäufen" im außerbörslichen Handel. Besonders die Papiere der großen Versicherungs- und Energiekonzerne gerieten demnach unter Druck. Allein die Papiere der Allianz gaben um vier Prozent nach.

Japans Zentralbank steht, analog zur US-Zentralbank FED, mit dem Rücken zur Wand, die Leitzinsen sind bereits bei 0,0 bis 0,1 Prozent. Eine Stimulierung der Wirtschaft, indem man die Kreditzinsen senkt, ist also nicht mehr möglich. Gleichzeitig schaffte es Japan kaum, aus der Rezession heraus zu kommen. Japans Wirtschaft schrumpfte im Zuge der Weltfinanzkrise um 5 Prozent. Zwar wuchs die Wirtschaft in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres, jedoch drehte sich das wirtschaftliche Klima im letzten Quartal 2010 wieder ins Rezessions-Gefilde.
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Kein Mensch weis, was am Montag an den Märkten passieren wird. Der Nikkei dürfte zum Abschuss freigegeben sein. Das dort abgezogene Geld sucht allerdings eine neue Heimat und die könnte bei den grossen Konkurrenten der Japaner liegen. VW und GM zum Beispiel könnten besonders davon profitieren. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden alle Uranaktien einen schweren sell off die nächsten Tage erfahren. Industriemetalle dürften kurzfristig auch unter Druck geraten. Allerdings wird China das nutzen, um seine Bestände aufzufüllen. Danach kommt der Aufbau und der verschlingt Unmengen an Industriemetallen. Wo es Verlierer gibt, muss ein anderer gewinnen. Das ist vielleicht das perverseste am diesem Finanz-System.

Finger weg von Uranaktien, von Energieerzeugern, von Versicherungen und Rückversicherern!

Ein Blick auf den Dow Jones im Katastrophenjahr 1995 (Erdbeben von Kobe):