Als die Meldung über das Erdbeben und den anschließenden Tsunami am Freitagmorgen durch alle Kanäle ging, hatte man unmittelbar die Bilder von der bislang schwersten Naturkatastrophe im Jahr 2004 vor Augen, die weit über 200.000 Menschenleben gefordert hat. Die in den Medien genannten Opferzahlen scheinen daher fast minimal, auch wenn diese noch massiv ansteigen werden. Tatsache dürfte aber sein, dass die Warnsysteme funktioniert haben und somit nicht mit einer ähnlichen Menge an Opfern gerechnet werden muss. Das alles ist schlimm genug, aber es ist eben ein Naturereignis, gegen das man keine 100-prozentige Sicherheit aufbauen kann. Wäre die gleiche Naturgewalt an anderer Stelle aufgetreten, sähe es weitaus verheerender aus, Japan ist in dieser Hinsicht wohl das am besten vorbereitete Land der Welt. Weitaus schlimmer ist daher das zu bewerten, was von Menschenhand zu dieser Katastrophe beigetragen wird. Erinnerungen an das Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 werden wach, in vielerlei Hinsicht.
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Man muss kein Genie oder Atomphysiker sein, um festzustellen, das eine Kernschmelze in mindestens einem Reaktor stattgefunden hat. Und die Welt wird wiedereinmal belogen und betrogen. Wer die Bilder der Explosion gestern gesehen hat, kann zu gar keinem anderen Schluss kommen. Auch wenn uns immer wieder, gebetsmühlenartig, andere, mögliche Erklärungen dafür geliefert werden. Millionen Menschen werden nun verstrahlt und für den Rest ihres kurzen Lebens geschädigt. Zuerst ist aber wiedereinmal die Wahrheit gestorben. Ein deutlicher Beweis für die Macht der Konzerne und die Ohnmacht ihrer Erfüllungsgehilfen, auch Regierungen genannt. Irgendwann werden sie alle mit Schimpf und Schande vom einzig wahren Souverän vom Hof gejagt. So wie in Nordafrika jetzt schon.