Donnerstag, 17. März 2011

Ein Flash-Crash fand statt

Solche Kursstürze innerhalb kürzester Zeit hab ich schon lang nicht mehr gesehen. Der Dollar und der Euro sowie Gold waren im Sturzflug in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegenüber den Franken und Yen. Die Aktienbörsen während dem Tag sowieso.

Der Euro fiel von 1,2819 am Vortag auf 1,2510 gegen den Franken und von 112,90 auf 109,08 gegenüber den Yen. Der US-Dollar von 0,9179 auf 0,8996 gegen den Franken und von 80,80 auf 76,25 gegenüber den Yen. Das sind Rekordtiefstände.

Mehrere Faktoren könnten der Grund sein.

1. Nach dem verheerenden Erdbeben holen die Japaner ihr Geld nach Hause. Sie verkaufen was sie im Ausland angelegt haben, um die erwarteten Aufbaukosten im Heimatland zu stemmen.

2. Investoren benötigen dringend Yen, um nach dem Kurssturz der japanischen Börsen in den vergangenen Tagen die gestiegenen Sicherheitsleistungen (Margen) ihrer Terminkontrakte zu erfüllen.

3. Die Angst, die globale Konjunktur wird durch die Katastrophe in der drittgrössten Industrienation der Welt leiden.

4. Der Euro wird angesichts neuer Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Portugals als gefährdet angesehen.

5. Und vom totalen Bankrott der USA wollen wir gar nicht mehr reden.

In dieser Paniksituation gehen die Investoren in den sicheren Hafen des Schweizer Franken und der verzeichnet Rekordhöhen gegenüber dem Dollar, Euro, Pfund und vielen anderen Währungen. Die Talfahrt des Euros und des Dollars hat sich beschleunigt. Die Katastrophe in Japan hat die Finanzkrise noch mehr ins Negative gedreht.

Die Bankster flüchten aus Tokyo in Scharen
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An den Märkten wird es noch eine Weile sehr volatil zugehen. Wer das mit Hebelprodukten traden will kann Haus und Hof verlieren. Dieser Markt ist unberechenbar da Event getrieben.