Montag, 22. Februar 2010

Goldman-Sachs und die Krise der EU

Nun ist eine interessante Information aufgetaucht. Unter dem Titel »Defizitkosmetik.Goldman Sachs half Griechen bei Tricksereien« berichtet das Handelsblatt: »Jahrelang betrieben die Griechen Defizitkosmetik, die tatsächlichen Zahlen lagen stets über der offiziellen Zahl. Hilfe erhielten die Europäer dabei von mehreren US-Großbanken, allen voran Goldman Sachs.« 300 Millionen Dollar kassierte die US-Großbank dafür. Griechenland dürfte nicht das einzige Land sein, dem diese Dienstleistung angeboten wurde. Die laufende Saturn/Pluto-Quadratur, die zurzeit besonders exakt ist, bringt immer mehr Filz, Korruption und Manipulation an den Tag. Ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Trotz allem, was bisher bekannt wurde, haben wir nur die Spitze des Eisbergs gesehen.

Es gibt keinen verdaulichen Exit aus der Krise. Noch in diesem Jahr werden drastische Einschnitte stattfinden. Die Wirtschaftsgewichte driften bereits seit geraumer Zeit. China baut z.B. unauffällig durch Swap AgreementsWirtschaftsräume auf der Basis des Yuan auf und umgeht so den Dollar. Bisher sind nur asiatische Länder beteiligt, Verhandlungen laufen mit Russland und Brasilien (siehe weiter unten).

Wesentliche Ereignisse, die den Dollar, die Frage der Weltleitwährung und ihre Besicherung bzw. die Besicherung von Währungen allgemein betreffen, werden sich noch vor dem 11. Juli 2010 ereignen. Der Februar mag für diese Entwicklung eine Verschnaufpause darstellen – bereits im März ist mit einem neuerlichen Währungs- und Finanzbeben zu rechnen. Bretton Woods wird verstärkt in den Blickpunkt rücken. Das Jahr 2010 ist nicht nur das Jahr gravierender Veränderungen, sondern auch das Jahr, in dem die Rechnungen präsentiert werden.

In meiner letzten Neumondprognose, die vom 15.01.2010 bis zum 14.02.2010 galt, wies ich darauf hin, dass in dieser Neumondphase der Dollar als Weltleitwährung, die Zukunft des Weltfinanzsystems und Bretton Woods wieder öffentlich diskutiert würden. Im Januar forderte Präsident Sarkozy auf dem Weltfinanzgipfel von Davos einen Umbau des Finanzsystems. Laut Sarkozy werde Frankreich, das im kommenden Jahr den Vorsitz der G20 übernimmt, »ein neues Bretton Woods« anregen. Die Unruhe auf dem Währungsmarkt dürfe nicht weiter aufrecht gehalten werden. Die diesbezüglich nächste Station wird ab Mitte März zu verzeichnen sein, wenn der Dollar über eine Uranus-Auslösung als Weltleitwährung wieder ins Rampenlicht rückt.