Freitag, 12. Februar 2010

Europäische Armee?

Die Grossmachtsbestrebungen derjenigen, die die einzelnen europäischen Nationalstaaten mit ihrem – in ihren Verfassungen festgeschriebenen – geltenden Recht aufgelöst sehen wollen, kommen ihrem lang gehegtem Ziel unter dem Vorwand humanitärer Hilfe für Haiti ein ganzes Stück näher.

Mit der Schwächung der nationalen Armeen sowie der aktuell an Griechenland zu beobachtenden Bevormundung der Volkswirtschaft haben sie mit dem Militär ein Instrument in der Hand, widerspenstige Länder schnell zur Räson zu bringen. Anlässe zur Intervention gegen um mehr Rechte demonstrierende Bürger lassen sich durch Agent Provocateurs herbeiführen, um einen “eskalierenden” Volksaufstand erfolgreich zur Räson zu bringen.

Zahlreiche militärische Einsätze im Ausland zur Ressourcensicherung lassen sich ohne Umschweife organisieren ohne das Risiko der Ablehnung und der überaus lästigen zeitraubenden Mandate der einzelnen Parlamente jeden einzelnen Staates in Kauf nehmen zu müssen.

Labour Party-Mitglied des Britischen Oberhauses (House of Lords) Catherine Margaret Ashton, Baroness Ashton of Upholland, Mitglied im Privy Council – ein politisches Beratungsgremium des britischen Monarchen – und Hohe Vertreterin der EU für Gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik sowie Kommissarin für Aussenbeziehungen gab am Donnerstag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel bekannt, dass die Europäische Union Soldaten nach Haiti im Rahmen einer EU-Militärmission schicken wird, um dazu beizutragen, dass für die durch das Erdbeben vom Januar obdachlos gewordenen Menschen Unterkünfte errichtet werden können, denn im März würde die Regenzeit auf der Insel beginnen. Die Priorität für die Europäische Union bliebe bestehen, Leben zu retten und dem haitianische Volk zu helfen, diese schreckliche Katastrophe zu bewältigen.
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