Keine guten Noten für Kalifornien: Standard & Poor’s (S&P) senkte das Rating für Obligationen des Sonnenstaats im Volumen von 64 Mrd. Dollar um eine Stufe auf „A-“, das liegt vier Stufen über dem sogenannten „Schrott-Niveau“. Kalifornien ist der größte Schuldner am amerikanischen Markt für Kommunalanleihen. Die Ratingagentur erklärte zur Begründung, Gouverneur Arnold Schwarzeneggers Plan zum Abbau des Hauhaltsdefizits verlasse sich zu sehr auf wenig erfolgversprechende Vorschlägen.
Zuletzt hatte S&P im Februar 2009 das kalifornische Rating gesenkt, die beiden anderen Agenturen, Moody’s Investors Service und Fitch Ratings, folgten nach. Zu der Zeit hatten sich die kalifornischen Politiker völlig festgefahren in Verhandlungen über einen Ausgleich des Haushaltsdefizits von damals 46 Mrd. Dollar. „Das ist ein Déja-vu“, sagt Kenneth Naehu, der bei Bel Air Investment Advisors Investments in Los Angeles Investments in Kommunalanleihen betreut.
Schwarzeneggers Haushaltsplan sieht Ausgabenkürzungen von 8,5 Mrd. Dollar vor, zusätzlich zu den 30 Mrd. Dollar, die im Vorjahr gestrichen wurden. Von Washington forderte Schwarzenegger die Rückzahlung von Geld, das Kalifornien in den Bereichen Gesundheit und Bildung sowie für die Inhaftierung illegaler Immigranten in kalifornischen Gefängnissen ausgegeben hatte.
Und das ist realistisch gesehen immer noch 4 Stufen zu hoch.
