Nach nigerianischen Medienberichten hat sich der Konflikt inzwischen über die Stadtgrenze ausgebreitet, auch aus Nachbarorten wurden Unruhen gemeldet. In Jos herrscht derzeit eine 24-stündige Ausgangssperre, um die Gewalt einzudämmen. Anwohner berichteten im britischen Rundfunksender BBC, dass außer den Soldaten auch Gewalttäter in gefälschten Uniformen in den Straßen der Stadt unterwegs seien.
"Dies ist eine Krise zuviel", betonte der nigerianische Vizepräsident Goodluck Jonathan in einer in der Zeitung "The Guardian" veröffentlichten Stellungnahme. Die wiederholten Ausbrüche religiöser Gewalt in Jos seien nicht zu akzeptieren und bedrohten die Einheit des Staates. "Das Land kann sich diese ständigen Gewaltausbrüche nicht leisten", sagte Jonathan, der seit zwei Wochen die Amtsgeschäfte für den erkrankten Präsidenten Umaru Yar'Adua führt, aber nicht formal die Macht übertragen bekam. Eine dauerhafte Lösung müsse gefunden werden.Jos liegt an der Nahstelle zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden Nigerias. In den vergangen Jahren kam es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Religionen. Im November 2008 starben in Jos hunderte Menschen, als nach lokalen Wahlen Kämpfe ausbrachen. In Nigeria leben etwa gleich viele Christen und Muslime. Insgesamt hat das Land mehr als 200 Volksgruppen.
Es brodelt auf der ganzen Welt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zum großen Krieg zwischen den beiden Kulturen kommt. Dabei ist die Religion nur vorgeschoben. Es geht, wie immer, nur um wirtschaftliche Interessen. Viele islamische Länder sind sehr wohlhabend, jedenfalls die Oberschicht dieser Länder. Das Ölgeld wird aber nicht an die Mehrheit der Bevölkerung weitergegeben. Es bleibt in der Hand der Scheichs und die wiederum geben es im Westen wieder aus. So fließt das Geld immer im gleichen Kreislauf und die Mehrheit hat nichts davon. Das löst soziale Unruhen aus, die von gewissenlosen Religionsfanatikern für ihre Zwecke genutzt werden, um das Wort des jeweiligen Gottes in die Welt zu tragen. Die wahren Machthaber dieser Erde lassen es gerne geschehen. Ihre Konzerne verdienen sich durch Wiederaufbau zerstörter Gebiete, Waffengeschäften und ins Detail geplante Finanzeschäfte in den jeweiligen Krisengebieten dumm und dämlich. Fuck you ihr Scheinheiligen Fundamentalisten!