Die angespannte Lage wurde durch Nachrichten aus Dubai verschärft: Die Immobilientochter des angeschlagenen Staatskonzerns Dubai World, Nakheel, häufte im ersten Halbjahr einen Verlust von umgerechnet 3,65 Mrd. $ an. Anleger hielten eine Zuspitzung der bereits unter Kontrolle geglaubten Situation für nicht unwahrscheinlich.
Die Ratingagentur Fitch erinnerte schließlich daran, dass es auch um die Kreditwürdigkeit eines EU-Mitglieds alles andere als gut bestellt ist. Sie senkte das Rating Griechenlands von "A-" auf "BBB+". "Das ist kein schöner Mix", sagte ein Händler.
Die Experten der Nord/LB bleiben insgesamt aber optimistisch: "Auch wenn die Kursentwicklung der vergangenen Monate eher für eine Korrektur infolge von Gewinnmitnahmen spricht, halten wir ein spürbares Abrutschen aktuell für wenig wahrscheinlich. Zu viele Teilnehmer haben ein Interesse daran, die erreichten Niveaus – wenigstens bis zum Jahresende – zu halten und nicht noch auf der Ziellinie die Jahresperformance zu verspielen", schreiben sie in einem Wochenausblick Lediglich die Titel von Infineon hielten sich im Dax unerwartet gut und notierten 1 % fester. Die Titel der Deutschen Post notierten zunächst weit oben, konnten aber dem Abwärtsdruck nicht widerstehen. Mit einem Minus von 1 % gehörten sie noch zu den besseren Werten. Der US-Konkurrent Fedex hatte seine Gewinnprognose für das zweite Quartal deutlich erhöht und gab damit der gesamten Branche Auftrieb.
Anleger meiden Banken
Im Stoxx 50 blieben Tech-Werte gefragt: Ericsson und Nokia stemmten sich mit Aufschlägen von 1,6 und 1 % einsam gegen den Abwärtstrend.
Telekom -Papiere verloren um 3,2 %. Der Abschied des Vorstands Hamid Akhavan setzte dem Konzern offenbar zu: "Das wirft Fragen auf", stellte ein Händler fest. "Vielleicht hat es bei der richtigen Strategie für die US-Tochter T-Mobile Meinungsverschiedenheiten mit Obermann gegeben." Auch die Analysten von MerckFinck mutmaßen, Akhavans Beziehung zu Konzernchef René Obermann sei schwierig gewesen. Die Experten bekräftigten ihre Verkaufsempfehlung.
Europaweit schickte die Sorge um Dubai Banken auf Talfahrt: "Alles, was mit Dubai zu tun hat, hat auf die Banken einen großen Einfluss", sagte ein Händler. "Und da die Umsätze gering sind, führt das rasch zu übertriebenen Kursschwankungen." Deutsche Bank und Commerzbank verloren 2 und 1,8 %, in Europa bildeten HSBC und Barclays mit minus 2,5 und 3,2 % das Schlusslicht.
Im Stoxx 50 blieben Tech-Werte gefragt: Ericsson und Nokia stemmten sich mit Aufschlägen von 1,6 und 1 % einsam gegen den Abwärtstrend.
Telekom -Papiere verloren um 3,2 %. Der Abschied des Vorstands Hamid Akhavan setzte dem Konzern offenbar zu: "Das wirft Fragen auf", stellte ein Händler fest. "Vielleicht hat es bei der richtigen Strategie für die US-Tochter T-Mobile Meinungsverschiedenheiten mit Obermann gegeben." Auch die Analysten von MerckFinck mutmaßen, Akhavans Beziehung zu Konzernchef René Obermann sei schwierig gewesen. Die Experten bekräftigten ihre Verkaufsempfehlung.
Europaweit schickte die Sorge um Dubai Banken auf Talfahrt: "Alles, was mit Dubai zu tun hat, hat auf die Banken einen großen Einfluss", sagte ein Händler. "Und da die Umsätze gering sind, führt das rasch zu übertriebenen Kursschwankungen." Deutsche Bank und Commerzbank verloren 2 und 1,8 %, in Europa bildeten HSBC und Barclays mit minus 2,5 und 3,2 % das Schlusslicht.