37,5 Prozent weniger, aber immer noch reichlich: Zwei leitende Angestellte der von der US-Regierung gestützten Bank of America verdienen 2009 nur noch eine halbe Million Dollar - und Aktienpakete in Millionenhöhe.
New York - Die US-Großbank Bank of America kürzt die Gehälter von zwei Spitzenmanagern. Wie am Samstag aus einem Dokument der Bank an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging, bekommen Finanzchef Joe Price und die Leiterin des Hypotheken- und Versicherungsgeschäfts, Barbara Desoer, in diesem Jahr weniger Geld. Beide erhalten 2009 demnach jeweils 500.000 Dollar (334.000 Euro).
2008 hatten sie noch 800.000 Dollar bekommen. Außerdem sollen Price und Desoer Aktien im Wert von 5,25 beziehungsweise 3,95 Millionen Dollar erhalten. Die Regelung sei "in Übereinstimmung" mit dem Sonderbeauftragten für Manager-Gehälter, Kenneth Feinberg, getroffen worden, hieß es.
Feinberg war im Juni von der US-Regierung beauftragt worden, Gehaltsregelungen für jene sieben Unternehmen auszuarbeiten, welche in der Finanzkrise die meisten staatlichen Hilfszahlungen in Anspruch genommen hatten. Im Oktober gab Washington dann bekannt, die Gehalts- und Bonuszahlungen an die 175 bestbezahlten Spitzenmanager der Krisenunternehmen künftig zu begrenzen. Betroffen sind neben den Top-Managern der Bank of America auch die Chefs von AIG , Citigroup , General Motors, GMAC, Chrysler und Chrysler Financial.