Montag, 28. September 2009

Privatbankiers seit 1789

Die schlingernde Luxemburger Privatbank Sal. Oppenheim hat nach FTD-Informationen aus Finanzkreisen mindestens ein Drittel ihrer Aktien an die Deutsche Bankverpfändet. Das größte deutsche Geldhaus, das kurz vor dem Einstieg bei Sal. Oppenheim steht, habe die Anteile als Sicherheit für Kredite in Höhe von mindestens 600 Millionen Euro erhalten, verlautet aus mehreren Quellen. Einige Insider berichten sogar, dass Sal. Oppenheim noch weit mehr Kredit von der Deutschen Bank erhalten und auch mehr Aktien an seinen baldigen Eigentümer verpfändet habe.
Damit wird deutlich, dass
die Lage für die Alteigner von Sal. Oppenheim noch prekärer ist als angenommen. Andere Sicherheiten als Aktien akzeptieren ihre Gläubigerbanken nicht mehr. Zudem ist klar, wie weit der Einstieg der Deutschen Bank bei Sal. Oppenheim bereits fortgeschritten ist.

Und wieder geht eine Traditionsbank über die Wupper. Das System ist hochgradig krank, immer noch. 220 Jahre haben die Herren den Lauf der Dinge mitbestimmt. Jetzt können sie über ihr eigenes Schicksal nicht mal mehr selbst bestimmen. Die Verknüpfung der Bank mit der Arcandor Pleite ist wohl mit ursächlich für den Zusammenbruch. Hier noch ein interessanter Artikel dazu aus der FAZ .
Wieder eine weniger !