Samstag, 3. Dezember 2011

Das Fell des nicht vorhandenen Bären

Auf der Klimakonferenz in Durban geht es überhaupt nicht um das Klima.

Auf der zweiwöchigen Mammut-Veranstaltung wird zur Halbzeit klar, worum es eigentlich geht: um Geld, um sehr viel Geld. Die Klimadiplomaten debattieren über tausende von Milliarden Dollar, die vom Norden in den Süden transferiert werden sollen. Ausgerechnet in Zeiten der US-Schulden- und Euro-Krise.
Da ist zunächst der so genannte Green Climate Fund. Die Weltbank hatte in einer Studie ermittelt, dass die Länder des Südens ab 2014 jährlich zwischen 70 und 100 Milliarden Dollar brauchen, um sich an die Folgen der Erderwärmung anzupassen. Die historische Schuld der Industriestaaten am Problem ist unter den Klimadiplomaten unumstritten – 80 Prozent aller Treibhausgase, die heute in der Atmosphäre sind, stammen aus Schloten der Industriestaaten. Also sollen die Industriestaaten auch zahlen, so die Mehrheit der Delegierten.

Auf der Klimakonferenz in Cancún war deshalb im letzten Jahr die Einrichtung des "Green Climate Fund" beschlossen worden. Das war mehr als ein Beschluss: Nach dem Debakel von Kopenhagen feierten ihn die Klimadiplomaten als Lebenszeichen, als Beleg, dass sie doch noch handlungsfähig sind. Mit dem Transitional Committee setzten sie damals ein Expertengremium ein, das die Struktur des neuen Finanzierungsinstrumentes ausarbeiten sollte.
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Nix anderes als die Schaffung neuer Märkte und der Umverteilung von Geld in die Kassen der üblichen Verdächtigen!