Montag, 17. Oktober 2011

“Profiteure waren die Hersteller von Impfstoffen”

Angeb­liche Schwei­ne­grip­pe­welle hat allein in der BRD einen Mil­li­ar­den­schaden ver­ur­sacht. Ein Gespräch mit Wolf­gang Wodarg. | Inter­view: Ralf Wurz­ba­cher | junge Welt | — Der Medi­ziner und Gesund­heits­wis­sen­schaftler Wolf­gang Wodarg saß lange Jahre für die SPD im Bun­destag und im Euro­parat und ist Vor­stands­mit­glied bei Trans­pa­rency Inter­na­tional (TI) Deutschland

Die deut­sche Sek­tion der Anti­kor­rup­ti­ons­or­ga­ni­sa­tion Tran­pa­rency Inter­na­tional (TI) hat die Gesund­heits­mi­nister der Bun­des­länder in einem offenen Brief auf­ge­for­dert, den Schweinegrippe-​Fehlalarm von vor zwei Jahren auf­zu­ar­beiten. Wurden aus dem Fall bis­lang keine Lehren gezogen?

Diese unver­hält­nis­mä­ßige und kost­spie­lige Maß­nahme gegen eine harm­lose Grip­pe­welle hat in einer Reihe von Staaten die Frage auf­ge­worfen, wer damals durch wen und wie falsch beraten wurde. Unter anderem in Groß­bri­tan­nien, Frank­reich, Schweden und Finn­land wurden Gre­mien ein­ge­setzt, die die dama­ligen Vor­gänge aufarbeiten.

Auch hier­zu­lande waren es staat­liche Insti­tu­tionen, die ganz offen­sicht­lich ver­sagt haben. Die Par­la­mente in Bund und Län­dern wären des­halb gefor­dert, all das auf­zu­klären und dafür Sorge zu tragen, daß sich so etwas nicht wie­der­holt. Aber bisher geschieht nichts dergleichen.

Sie selbst haben sei­ner­zeit als einer von wenigen die Auf­re­gung als Insze­nie­rung im Dienste der Phar­ma­in­dus­trie gebrand­markt. Wer waren dabei die Hauptakteure?
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