BNP Paribas und Societe Generale dementierten gestern einen Bericht in der Sonntagsausgabe des Le Journal du Dimanche, dass beide Institute kurz vor einer riesigen Kapitalerhöhung in Multimilliardenhöhe stünden, um ihre Kapitalpuffer aufzubessern. Mit der Verstaatlichung der belgisch-französischen Bank Dexia liegt jetzt ein Präzedenzfall vor, so dass Investoren sicher gut beraten wären, sich spätestens jetzt von europäischen Bankaktien zu trennen.
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Wie Carine Lauru, Sprecherin von Frankreichs größter Bank BNP Paribas, gestern bekannt gab, dementiere das Institut den Bericht von Le Journal du Dimanche. Des Weiteren bestätige die Bank ihren Plan, bis zum Jahr 2013 einen Tier 1 Kapitalpuffer von 9% zu erreichen, der mit den Regeln nach Basel III vereinbar sei. Dieses Ziel werde bereits sechs Jahre vor der gesetzten Frist ohne die Aufnahme frischen Kapitals erreicht. Auch die Societe Generale dementierte den Bericht und bestätigte, dass sie den strategischen Plan verfolge, bis Ende des Jahres 2013 einen Tier 1 Kapitalpuffer oberhalb von 9% zu erreichen. Laut Laetitia Maurel, Sprecherin der Bank, werde dieses Ziel ebenfalls ohne die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung erreicht. Le Journal du Dimanche berichtete gestern, dass sowohl BNP Paribas als auch Societe Generale wahrscheinlich 7 Milliarden Euro an frischem Kapital aufnehmen müssten. Hinzu kämen weitere 4 Milliarden Euro als Teil eines europaweiten Plans, der vorsehe, die Finanzstabilität des regionalen Bankensystems zu verbessern, und der am Wochenende zwischen Frankreichs und Deutschlands politischer Führung erörtert wurde.
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