Samstag, 8. Oktober 2011

GEFAHR VON BANKENPLEITEN - Aufgepasst bei Zertifikaten mit fixem Laufzeitende

Die Bonität von Emittenten steht wieder im Fokus der Investoren. Das wirkt sich auf Zertifikate mit fixem Laufzeitende aus. Eine Analyse.

Die Verunsicherung der Anleger ist so groß wie lange nicht mehr. Kommt mit der Pleite Griechenlands ein neuer Schneeball ins Rollen, der Banken und einzelne europäische Staaten in die Knie zwingt, oder greifen die Rettungspakete und stabilisiert sich die Lage? Spätestens seit dem Kollaps von Lehman Brothers sollten Anleger auch das Unvorstellbare nicht ausschließen und sich der Risiken bewusst sein. Betrachtet man die Folgen der Pleite der Bank, ist es derzeit kaum vorstellbar, dass die führenden Industrienationen in dieser Phase eines der großen Institute in die Insolvenz laufen lassen. Der Markt spricht allerdings eine andere Sprache.

Die Prämien für Kreditausfallversicherungen, Credit Default Swaps (CDS), bewegen sich seit Wochen auf einem extrem hohen Niveau. Spitzenreiter unter den Derivateemittenten sind die Bank of America, Morgan Stanley (Garantin des Emittenten Morgan Stanley & Co. International) und die WestLB. Hier liegen die CDS für fünfjährige Laufzeiten jeweils bei mehr als vier Prozentpunkten. Das bedeutet, dass für die Versicherung einer Forderung in Höhe von 100.000 Euro jährlich mehr als 4000 Euro gezahlt werden müssen. Auf fünf Jahre hochgerechnet ergibt das eine Prämie von mehr als 20 Prozent. Anders ausgedrückt: Die Ausfallwahrscheinlichkeit liegt bei über 20 Prozent.

Derivate sind Inhaberschuldverschreibungen
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