Donnerstag, 13. Oktober 2011

"Game over, Wall Street!"

Das wohl mächtigste Hacker-Netzwerk der Welt, "Anonymous", schließt sich offiziell der Bewegung "Occupy Wall Street" an. Sie könnte den Demonstranten als digitale Eingreiftruppe mit extrem großer Schlagkraft zur Seite stehen - doch nicht bei allen Aktivisten sind die neuen Helfer willkommen.
Es dürfte der meistgefürchtete Satz im Internet sein: "Wir sind Anonymous." Wenn das schwarze Logo mit dem kopflosen Anzugträger plötzlich eine Internetseite überdeckt, dann haben sie wieder zugeschlagen, die Hacker von Anonymous. Scientology, Konzerne wie Sony und Visa und selbst Regierungsbehörden wie die NATO und Ministerien im Iran sind vor den gesichtslosen Online-Aktivisten nicht sicher. Gut möglich, dass die Botschaften der Hacker-Gruppe bald auch über die Bildschirme US-amerikanischer Banken flimmern werden. Denn Anonymous hat sich der Bewegung "Occupy Wall Street" angeschlossen.

In zwei Videos auf YouTube stellte sich Anonymous in dieser Woche hinter die Tausenden Demonstranten in New York. Ihre "Botschaft an den Amerikanischen Herbst" ist eine Mischung aus Solidaritätsbekundung und Kampfansage. Anonymous wirft darin zunächst den Massenmedien und Eliten der USA vor, die Demonstranten erst ignoriert, dann verspottet und zuletzt brutal bekämpft zu haben - letzteres eine Anspielung auf das harte Durchgreifen der New Yorker Polizei. "Wir werden uns nicht von bloßen Beleidigungen und Propaganda unterkriegen lassen", erklärt eine künstliche Stimme im Video.

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