Ursula von der Leyen positioniert sich als Europa-Vordenkerin. Im Gespräch mit dem SPIEGEL fordert die Arbeitsministerin einen Ausbau der EU - ihre These: Nur wenn der Staatenbund in wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen stärker kooperiert, kann er im globalen Wettbewerb bestehen.
Seit Ursula von der Leyen in einer neuen Europa-Kommission der CDUsitzt, geht es Schlag auf Schlag: Das zweite Mal binnen kurzer Zeit wirbt sie für eine weitreichende europäische Vision.
Im Gespräch mit dem SPIEGEL fordert die Arbeitsministerin einen Ausbau derpolitischen Union in Europa. "Mein Ziel sind die Vereinigten Staaten von Europa - nach dem Muster der föderalen Staaten Schweiz, Deutschland oder USA", sagte von der Leyen.
Dabei bliebe weiterhin viel Platz für "lebensnahe Gestaltung in den Ländern und Regionen, aber in wichtigen finanz-, steuer- und wirtschaftspolitischen Fragen nutzen wir den Größenvorteil Europas", so die CDU-Vizechefin. Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, reiche eine gemeinsame Währung aber nicht aus. Dazu brauche es eine politische Union.
Von der Leyen warnt vor einem Auseinanderbrechen Europas. in diesem Fall "werden sich unterschiedlichste Allianzen in Europa bilden, mit allen Gefahren für den Gemeinsamen Binnenmarkt und die politische Zusammenarbeit".
Weiterlesen
ABWÄHLEN!