Viele gehen davon aus, dass das Ende des Atomzeitalters eingeläutet ist. Die Titel stürzten bis zu 50 Prozent ab.
Die Abgesänge könnten verfrüht sein. Denn mit Ausnahme von Deutschland strebt bisher kein Land den Ausstieg aus der Kernenergie an. „Die spinnen, die Deutschen!“, schreibt etwa die Französin Cécile Calla, frühere Berlinkorrespondentin der Tageszeitung „Le Monde“, in einem Essay. Sie hält die Reaktion der Deutschen für emotional und völlig überzogen und gibt damit die Meinung der meisten Franzosen wieder.
In dem Nachbarland stammen 75 Prozent des Stroms aus Atomkraft. Die Grande Nation kann sich ein rasches Abschalten ihrer Meiler nicht leisten. Ähnlich sieht es in den USA und in Osteuropa aus. Auch Indien und China wollen der Atomkraft treu bleiben. Die Chinesen, die vor dem Desaster 65 neue Kernkraftwerke geplant hatten, kündigten zwar an, ihre Strategie zu überprüfen. China wird aber auf Atomenergie nicht gänzlich verzichten können. Die Alternative Kohle würde die Umwelt enorm belasten, und mit erneuerbaren Energien allein ist der riesige Strombedarf des Wirtschaftsgiganten noch für eine lange Zeit nicht zu decken.
UBS sieht Kaufgelegenheit
Obwohl wahrscheinlich durch das Unglück in Fukushima langfristig ein globaler Kurswechsel eingeleitet wird, „bleibt Uran als Rohstoff für AKW bis auf Weiteres erst einmal unverzichtbar“, meint Burkhard Wagner von Partners Vermögensmanagement. Unter diesem Gesichtspunkt wären die massiven Kursstürze der Uranaktien übertrieben. Manche Analysten wie etwa Brian MacArthur von
UBS raten daher zum Einstieg. Er empfiehlt nach dem Kursrückgang den weltgrößten Uranproduzenten Cameco aus Kanada zum Kauf.
Streuung ist wichtig
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