Jesus erzählte, dass vor Gott alle Menschen gleich seien: Warum also nicht Frauen für ein paar unwesentliche Jahrhunderte unterdrücken und von Kirchenämtern ausschließen (es sind eben alle Menschen außer den Frauen gleich)?
Jesus erklärte, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich: Warum also nicht gewaltige Besitztümer scheffeln und feiste Kathedralen bauen zu Gottes Lob, während die Bevölkerung vor Hunger Gras und Erde frisst?
Jesus plädierte für Toleranz und Friedfertigkeit: Was hat das aber zu tun mit einer kleinen Inquisition nebst netten kleinen Scheiterhaufen-Parties?
Jesus plädierte, auch seine Feinde zu lieben, denn alle Menschen seien Gottes Kinder: Warum aber deshalb gleich übertreiben und auf den Spaß verzichten, ein paar wirklich kaum erwähnenswerte Kreuzzüge zu führen, wenn es sich nur um Heiden handelt, denen man die Schädel einschlägt? Und es im Namen des Herrn ist?
Jesus forderte, auch seinen Feinden zu verzeihen, eventuell sogar die andere Wange hinzuhalten: Na ja, verzeihen schon, alles klar, aber doch nicht den Uneinsichtigen, stimmt’s? Den Bösen, die es nicht anders verdienen, als vernichtet zu werden?
Meine Damen und Herren Götter, es gibt auf dem Planeten trotz des Aufrufs des ‘Gottessohns’ zu absoluter Gewaltlosigkeit christliche Milizen und Militärpfarrer. ‘Christliche Milizen’ ist aber ein Ausdruck wie ‘trockenes Wasser’: Es kann nicht existieren, ebenso wenig wie ein ‘heiliger Krieg’. Weil ein Krieg ebenso wenig heilig sein kann wie Wasser trocken.
Am ‚besten’ war es für Jehova immer dann, wenn zwei Völker, die sich beide christlich nannten, vor einer ihrer blutigen Schlachten um Gottes Beistand beteten, weil siebeide für seine Sache kämpften – und zwar gegeneinander.
Was würden Sie tun in einer solchen Situation, wenn Sie zuständiger Gott wären? Sich krankschreiben lassen? Sich volllaufen lassen?
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