Samstag, 11. Dezember 2010

Die wirklichen Enthüllungen von Wikileaks

Es ist der größte Datenkrieg des Internet-Zeitalters. Einen Bruchteil der mehr als 250.000 US-Botschaftsdokumente hat Wikileaks bisher im Internet veröffentlicht. Um jeden Preis wollen die USA die Veröffentlichung weiterer Depeschen verhindern. Und viele Unternehmen spüren den Druck: Amazon, Mastercard, Visa, alle kündigen die Geschäftsbeziehungen mit Wikileaks. Cyberkrieg: Seit Hacker versuchen, die originalen Wikileaks-Seiten anzugreifen und auszuschalten, richten Unterstützer neue, gespiegelte Seiten ein, Kopien mit demselben Inhalt. Vorgestern waren auch von diesen insgesamt 1.310 gespiegelten Seiten 341 wieder lahm gelegt, 725 aber noch gut zugänglich. Zwei Drittel der Deutschen wollen laut Umfrage aber gar nicht, dass die Dokumente publik werden. Kein Wunder, die öffentliche Diskussion war bislang geprägt von Diplomatentratsch.
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