Dienstag, 12. Oktober 2010

US-Rentenbust: Unmittelbare Finanzlücke von $574 Milliarden

Große US-Städte könnten finanziell überwältigt werden durch das unterfinanzierte öffentliche Pensionssystem, da Städte und Bezirke einer kumulierten Finanzierungslücke in Höhe von $574 Milliarden entgegen blicken würden, wie eine heute publizierte Studie der Kellogg School of Management zeige. Viele Bezirke und Kommunen drohten in den nächsten Jahren unter dieser Last zusammen zu brechen, zumal die Steuereinnahmen aufgrund der Rezession und trotz Steuererhöhungen teils weiter drastisch gesunken seien.

Viele staatliche Pensionspläne zwischen 2015 und 2020 ohne Kapitalbasis

Die Finanzierungslücke auf kommunaler Ebene addiere sich zusätzlich auf die bereits unterfinanzierten Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von geschätzt $3 Billionen, die im Sektor der durch den Staat verwalteten Pensionssysteme anfielen, wie die Financial Times unter Berufung auf eine Analyse der Kellogg School of Management an der Northwestern University zeige. Was sich jetzt bald zu beobachten ließe, sei, wie diese finanziellen Verpflichtungen wie ein schwarzer Peter zwischen den Bundesstaaten und den Regierungen auf lokaler Ebene hin oder her geschoben würden, und ob die Bundesregierung in Washington zu einem Bailout dieser Verpflichtungen angerufen werde, wie Joshua Rauh von der Kellogg School erklärte.

Die Kapitalnachfrage für unterfinanzierte Pensionsversprechungen erfolge zu einem Zeitpunkt, zu dem sowohl die bundesstaatlichen wie auch die lokalen Regierungen schwer zu kämpfen hätten mit sinkenden Steuereinnahmen, verursacht durch die Rezession. Diese Kombination habe bereits seit geraumer Zeit Bedenken in Bezug auf potenzielle Ausfälle von Zahlungsverpflichtungen genährt, die historisch betrachtet selten erfolgt seien im Segment des insgesamt $2,8 Billionen schweren Marktes für Kommunalbonds.
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Und alle Pensionsfonds sind fett in Aktien investiert. Wo auch sonst? Alleine schon deshalb werden "sie" alles tun, um die Märkte oben zu halten.