Donnerstag, 6. Mai 2010

Was ist dran an der Währungsreform?

Die Gerüchteküche quillt ja über.
Der große Unterschied zwischen unserer Ansicht zu den Ereignissen und denen, die einige andere Kollegen haben, ist ja im Prinzip, dass wir nicht den Optimismus von einigen Kollegen teilen und glauben das man eine Währungsreform planvoll im Hintergrund durchzieht.

Nein, wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir im Falle des Falles kalt erwischt werden.
Aber ein großes logistisches Problem wäre das nicht. Und Kassensoftware und Hardware lässt sich heutzutage auch schnell umstellen.

Nur was nutzt eine Währungsreform, ohne sich von der drückenden Schuldenlast zu befreien? - Gar nichts.
Also wird es mehr als eine geben müssen. Denn eine gute Reform durchzuführen trauen wir den Regierenden genauso wenig zu , wie den Aufbau Ost und was auch sonst.

Letztes Jahr im Sommer haben wir ja erstmalig über den Begriff DM 2.0 gesprochen. Bis vor einiger Zeit hatten wir den Gedanken leicht präferiert, dass erst das Pfund und dann der Dollar noch vor dem Euro straucheln würden.

Seit November 2009 lautete aber unsere Empfehlung auf den Dollar gegenüber den Euro zu setzen. Wir halten die Angelsachsen (noch) für taktisch besser aufgestellt.

Und dank der Ratingagenturen hat man die Sache doch einmal wieder geschickt gedreht. Statt aus dem Pfund und dem Dollar und den jeweiligen Staatsanleihen, rennt nun alles aus dem Euro.
Ein Schachzug par Excellence und dann lässt man die Euroländer auch noch für die Hilfspakete bluten. So wird man die Konkurrenz um das Geld der Welt los und verschafft sich eine Atempause. Strategisch eine Meisterleistung. Und Frau Merkel hat offenbar die Steilvorlage geliefert.

Aber lassen wir das, in dieser Situation zu regieren, ist sicher nicht ganz einfach. Aber man sollte sich dann auch bitteschon nicht als "Eiserne Kanzlerin" hinstellen, um wenig später als "DDR-Wendehals" dazustehen. Da kommen unangenehme Erinnerungen hoch.

Kommt also nun eine Währungsreform?
Wir meinen, das System wird alles tun-aber auch wirklich alles um den Euro und das "System" zu verteidigen. Wie weit das gehen kann, haben Sie ja bei der FED und beim Dollar gesehen.
Hier sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Aber die Chancen werden täglich besser oder schlechter, je nachdem wie man es sehen will. Wir halten die Möglichkeit einer Notamputation von der Euro-Zone zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr für unwahrscheinlich.

Mehrere Gründe sprechen dafür:
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