Donnerstag, 27. Mai 2010

Von aufholenden Ausfällen – Qualitätskonvergenz

In guter Erinnerung aus der Zeit des Beginns der aktuellen Krise blieb vielen Menschen der Begriff subprime. Die dieser Kategorie zugeordneten Kredite waren ein Sammelsurium von Geldern, die an Kreditnehmer gingen, bei denen sich bereits bei Abschluss des Geschäftes deutlich abzeichnete, wie unwahrscheinlich eine spätere Rückzahlung war. Während Vertreter von Analyseabteilungen eher marketinglastiger Anbieter von Finanzdienstleistungen sich für Aussagen nach dem Motto „the subprime crisis is contained“ nicht zu schade waren, stiegen die weltweiten Kreditverluste bekanntermaßen auf mehr als $1800 Mrd.

Nun sind viele dieser Papiere vom Markt verschwunden und die Banken lecken ihre Wunden. Einige deutsche, darunter auch einige mittlerweile teilweise bundesdeutsche, Institute fabulieren derweil uneinsichtig noch immer von einer möglichen Rückzahlung erhaltener Staatsmittel. Derweil vermeldete die Frankfurter Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, bekannt durch ihr Fondsvehikel SoFFin, wenig Erbauliches. DerJahresfehlbetrag für 2009 wurde mit €4,29 Mrd. beziffert, der finanzielle Schaden stamme vornehmlich aus den Beteiligungen an der HRE und der HRE Tochter Deutsche Pfandbriefbank (in tutto €4,75 Mrd., davon gehen dann einige operative Einnahmen ab). Die spannenden Sätze in der entsprechenden Pressemitteilung aus der Anstalt waren die folgenden:

Die übrigen Beteiligungen des SoFFin wurden ebenfalls nach den Vorschriften des HGB unverändert zum Anschaffungspreis bilanziert. Das vorgelegte Bewertungsergebnis reflektiert unsere aktuelle Einschätzung der Situation bei der HRE und den anderen Beteiligungen“, so Dr. Hannes Rehm, der Sprecher des Leitungsausschusses des SoFFin.

Ein Blick auf die bisher bereitgestellten Garantien und Eigenkapitalmittel: