Dienstag, 18. Mai 2010

Staatsschuldenkrise Update

Die Finanzminister der Eurogruppe haben getagt. Schon jetzt kann man sagen, dass sich eine größere Mehrheit für die sog. Finanztransaktionssteuer abzeichnet.

Inwieweit hier auf den "Volkszorn" Rücksicht genommen werden soll oder dies ernst zu nehmen ist, wird sich noch herausstellen.

Angeblich gab es schon wieder Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich. Offenbar ging es hierbei um weitere Aufgabe der nationalen Souveränität zugunsten der EU. Frankreich wollte offenbar , dass strauchelnde Euro -Länder "unbürokratisch" einfach auf die bereitgestellten Kredite zugreifen können. Schäuble wollte keine Zugriffe, ohne Zustimmung des deutschen Parlaments.

Offenbar ging es auch um eine gemeinsame Wirtschaftspolitik und Installierung einer Arbeitsgruppe. Normalerweise könnte man sagen, die Euro-Zone ist damit einem gemeinsamen Staatsgebilde sehr nahe gekommen. Allerdings sind nicht alle juristischen Fragen geklärt.

Zudem ist die Rolle Deutschlands von "aufs Geld bedacht" bis "populistisch" sehr undurchsichtig. Für mich auch irgendwie unglaubwürdig. Seit wann interessiert die da oben wieviel Schulden wir machen. Außerdem wird die Debatte über neue Kreditvergaben an fremde Länder jedesmal im deutschen Parlament doch zwangsläufig die Stimmung gegenüber der EU immer anti-europäischer werden lassen.

Der Euro ist daher am frühen morgen bereits wieder unter Druck. Obwohl er schon überreif für eine Gegenbewegung war. Wir werden sehen, was im Laufe des Tages noch herauskommt.

Wahrscheinlich kann man den Euro nur noch so retten: Entweder ist Deutschland bereit, notfalls die ganze EU rauszuhauen und alle Staaten, die um Hilfe ersuchen, zu alimentieren. Oder das Spiel ist aus. Das gleiche gilt auch für die anderen Nettozahler im kleineren Maße. Diese Entwicklung hatten wir vorausgesehen, aber unsere Politiker haben dieses bisher völlig ausgeblendet.

Wie auch immer: Jetzt heißt es Theater zu , Schwimmbad zu...wir helfen den anderen! Wir sind doch eine Solidargemeinschaft! Und da ja im Moment der Linksruck in unserem Lande zunimmt, bekommt man auch genau das man sich wünscht:

Die totale Solidargemeinschaft !

Aber diese Sovereign Debt Crises ist eine Krise der Überschuldung, die jetzt zu einer Währungskrise geworden ist. Und die 750 Milliarden Euro Rettung bedeutet reinste Aufnahme neuer Kredite durch noch solvente Staaten. Die absolute Perversität und Absurdität dessen wird nur noch in akternativen Medien richtig gewürdigt. Die Münzverschlechterung ist gesellschaftswürdig geworden.

Im Mittelalter wäre das Ohr geschlitzt worden-mit Recht. Aber vielleicht bekommen wir ja in Zukunft mit der Scharia wieder ein funktionierendes Rechtssystem, wer weiß?

Na hoffentlich gibt uns die Welt den Kredit für dieses "Rettungspaket". Wer gibt uns diese Kredite? Die Länder, denen wir Entwicklungshilfe geben, wie China, Brasilien, Indien. Vielleicht sind auch die Golfstaaten noch eimal so nett?

Ansonsten wird man Geld drucken und Staatsanleihen aufkommen, als gäbe es kein Morgen mehr!

So wie die FED es vorgemacht hat und die Bank of England!
Und so ein Verhalten hat Konsequenzen.
Deshalb fiel der Euro wie ein Stein, so wie vorher der Dollar und das Pfund.
Und so wie in diesen beiden Ländern, stehen noch Menschen und Unternehmen an der Seitenlinie und klatschen. Das soll alles ganz toll für den Export sein.

Exportförderung durch Abwertung der Ersparnisse! - Das neue Wirtschaftswunder?