Die Euphorie über den Rettungsschirm für klamme Euro-Länder ist an den Märkten schnell verflogen: Anleger steuerten am Dienstag wieder sichere Häfen an und deckten sich mit Gold ein.
Der Preis das Edelmetalls lag in Dollar und Euro jeweils in der Nähe von Rekordhochs. "Gold bleibt die Absicherung gegen Krisen", kommentierte die Fondsgesellschaft Lupus alpha. Zum Wochenauftakt hatte an den weltweiten Finanzmärkten noch Erleichterung regiert, dass die Europäische Union (EU) mit einem Hunderte von Milliarden Euro schweren Rettungsschirm die Gemeinschaftswährung verteidigen will. Daraufhin hatten Investoren am Montag Gold verkauft und in Industriemetalle und Öl investiert, die als riskanter gelten. Am Dienstag dreht der Trend, nachdem am Markt Zweifel aufkamen, ob Griechenland seine Schuldenprobleme in den Griff bekommt. "Heute Morgen kam die Desillusionierung zurück an die Märkte", sagte ein Analyst.
Die Feinunze Gold verteuerte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 961,25 Euro und lag damit nur noch rund einen Euro unter ihrem am Donnerstag erreichten Allzeithoch. In Dollar kletterte der Goldpreis um bis zu 1,4 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 1215,45 Dollar. Zum Rekordhoch fehlten damit nur noch gut zehn Dollar.
