Die größte deutsche Bank wird von Moody's abgestraft. Die Rating-Agentur stufte die Deutsche Bank in der Bonität herab. Die Bank geht angeblich zu hohe Risiken ein. Angriff der Angelsachsen auf deutsche Banken?
Noch vor wenigen Wochen verkündete der Deutsche Bank Vorstandsvorsitzende Josef Ackerman ein Renditeziel von 25% nach Steuern. Das Haus sei grundsolide, die Geschäfte liefen gut, so die Botschaft. Doch US-Rating-Agenturen sehen das offenbar nicht so rosig. Von den Bonitätsbewertern erhielt Deutschlands Bankenprimus schlechtere Noten. Die Ratingagentur Moody's ist besorgt, dass die Frankfurter sich zu sehr verschulden und zu hohe Risiken eingehen. Als besonders belastend stufen sie die Übernahme der Postbank ein.
Deahslb hat Moody's Investors Service die Bonität der Deutschen Bank herabgestuft. Das langfristige Einlagenrating und das Rating der vorrangigen Verbindlichkeiten wurde gleich um zwei Stufen nach unten genommen: auf "Aa3" von "Aa1" reduziert, wie die Ratingagentur am Donnerstag mitteilte. Das Finanzstärke-Rating (BFSR) liege nun bei "C+" nach "B".
Dies ist zwar nur eine kleine Herabstufung, aber ein symbolischer Schritt nach unten, der völlig unerwartet kommt. Schon munkelt man in Bankenkreisen, dass US-Kreise die Bonität des deutschen Bankenprimus bewußt und gewollt in Frage stellen, um den heimischen Häusern Vorteile zu verschaffen.
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