Die Einlagensicherungsbehörde FDIC schloss Freitag abend erneut vier Banken in den USA. Damit steigt die Zahl der Bankpleiten in den USA allein in diesem Jahr auf 25. Letztes Jahr wurden 140 Geldhäuser geschlossen.
Die größte Bankpleite des Wochenendes war die Sun American Bank in Boca Raton, Florida, mit 15 Fillialen und einer Bilanzsumme von rund 550 Millionen Dollar und Sparguthaben in Höhe von 440 Millionen Dollar - berichtet die Federal Deposit Insurance Corp (FDIC).
Ebenfalls geschlossen wurde die Centennial Bank, Utah, Waterfield Bank of Germantown, Maryland, und die Bank of Illinois, Illinois.
Die FDIC berichtet, dass auch immer mehr Konsumentenkredite nicht mehr zurückgezahlt werden. Doch im Vordergrund für die Bankpleiten stünden nach wie vor schlechte Hypotheken- bzw. Hauskaufkredite. Drei der Pleite-Banken werden von nächstgrößeren Instituten aufgefangen.
Für die Centenniel Bank fand die FDIC jedoch keinen Käufer. Es scheint immer schwieriger zu werden, für Pleite-Instiute Banken zu finden, die das Geschäft der Pleitehäuser weiterführen. Die Bank hat laut FDIC Guthaben von über 200 Millionen Dollar. Nun sollen die Kunden Schecks direkt von der FDIC erhalten, damit sie an Einlagen herankommen, die durch den Einlagensicherungsfonds versichert sind.
FDIC Chairman Sheila Bair sprach davon, dass sich die Bankenkrise in 2010 weiter zuspitzen könne, obwohl sich die Wirtschaft erhole. Nach wie vor gilt in den USA, dass Bankguthaben nur bis 250000$ durch die FDIC versichert sind.
