Dienstag, 16. Februar 2010

Wie gierig kann man wirklich sein?

US Life Settlements sind US-amerikanische Lebensversicherungen aus dem Zweitmarkt. Sie zählen zur Gruppe der alternativen Investments.
Möchte ein US Bürger seine Risikolebensversicherungspolice zu Lebzeiten veräußern, lässt sich dieser Wunsch durch den Verkauf der Police auf dem Zweitmarkt realisieren. Damit wandelt er seinen für sich persönlich wertlos gewordenen Risikoschutz noch zu Lebzeiten in Kapital um.
Mit dem Kauf einer US Zweitmarktpolice erwirbt der Käufer (Kapitalanleger) das Bezugsrecht und somit den Anspruch auf die Versicherungssumme im Leistungsfall.
Im Gegenzug dazu übernimmt er die Pflicht der Prämienzahlung bis zur Fälligkeit des Versicherungsvertrages.
Experten prognostizieren, dass das Volumen gehandelter US Lebensversicherungen von aktuell etwa 10-15 Mrd. US-Dollar, bis zum Jahr 2030 auf 160 Mrd. US-Dollar ansteigen wird.
Sowohl für das Direktinvestment in eine oder mehrere Policen, als auch für Direktinvestments als verwaltende Kapitalanlageform ist Financial Fairness zertifiziertes Unternehmen!


Es ist schier unglaublich. Da wird auf den Tod eines Versicherungsnehmers spekuliert. Je eher der Versicherungsnehmer stirbt, desto höher ist die Rendite. Solche Produkte bietet eine Firma an, die sich ausgerechnet Financial Fairness nennt. Solche Praktiken sind schier unglaublich. Irgendwie drängt sich da schnell der Vergleich zu Schrottwertpapieren der Marke Lehmann auf. Im Grunde wurde dort auch auf das vorzeitige Ableben gewettet. Allerdings von den Kredit gebenden Banken. Auch wenn der Handel mit solchen Policen rechtlich einwandfrei ist, sollten es doch schnellstens verboten werden. Der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen, das es noch viele andere Anbieter für solche Produkte gibt. Das wäre mal eine Aufgabe für die Schlafwandler in Brüssel.