Sonntag, 28. Februar 2010

NWO: Der IWF will mehr Macht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) verlangt mehr Kompetenzen bei der Aufsicht über den Finanzmarkt.

Der Fonds müsse mehr Möglichkeiten erhalten, die weltgrößten Banken und Finanzkonzerne zu überwachen, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Freitag in einer Rede vor dem Bretton-Woods-Komitee in Washington. Der IWF habe zwar nicht die Absicht, die Rolle eines globalen Aufsehers zu übernehmen. Er müsse aber die Verbindungen zwischen den großen Instituten und ihre Produkte besser verstehen. "Kurz gesagt müssen wir in der Lage sein, eine Weltkarte der Risiken zu erstellen."

Nach den Worten von Strauss-Kahn soll der IWF auch die Kapitalflüsse in die großen Schwellenländer schärfer beobachten. Der IWF habe das systemische Risiko unterschätzt, das durch den Rückzug von Dollar-Investitionen in der Krise offenbar geworden sei. Es sei ein entscheidender Nachteil der Überwachung durch den Fonds gewesen, dass er nicht deutlich gemacht habe, welche Auswirkungen das Verhalten eines Landes auf die gesamte Welt haben könne.

In einer Kehrtwende hatte der IWF vor kurzem den Schwellenländern empfohlen, Kapitalflüsse in ihre Volkswirtschaften stärker zu kontrollieren. Vor der Finanzkrise hatte sich der Fonds immer strikt für einen freien Markt auch in diesem Bereich ausgesprochen.