Donnerstag, 11. Februar 2010

Bernanke testet Exit in kleinen Schritten

Die Weltwirtschaft erholt sich. Notenbanken überlegen, wie sie die Geldpolitik straffen und die Milliarden an Überschussliquidität einsammeln. Fed-Chef Bernanke will den Diskontsatz erhöhen, schließt aber Wertpapierverkäufe erst einmal aus.

Fed-Präsident Ben Bernanke hat den Ausstieg aus der Politik des lockeren Geldpolitik konkretisiert. Der Notenbankchef stellte am Mittwoch eine baldige Erhöhung des Diskontsatzes in Aussicht. Über das Diskontfenster können sich Geschäftsbanken Kredite bei der Fed holen. Als unwahrscheinlich bezeichnete Bernanke, dass die Notenbank kurzfristig Wertpapiere verkauft. "Das wird wohl nicht geschehen, bevor wir nicht unsere Geldpolitik gestrafft haben, und sich die Wirtschaft im Aufwärtstrend befindet", sagte Bernanke.

Die Notenbank werde den Ausstieg in kleinem Maßstab testen. Neue Instrumente wie Reverse-Repo-Geschäfte und Einlagen bei der Notenbank - beides dienst dazu, die überschüssigen Liquiditätsreserven der Banken zu verringern - würden schrittweise eingeführt. "Wir werden die Instrumente erst in einem kleinen Volumen antesten. Das erlaubt dem Markt eine gute Vorbereitung. Das könnte dann schrittweise ausgebaut werden", sagte Bernanke, der sich aber auf einen konkreten Fahrplan nicht festlegte.
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