Der Rekordüberschuss ist Ausdruck der außergewöhnlichen Stützungsaktivitäten der Fed während der Krise. Die Notenbank erweiterte ihr geldpolitisches Arsenal um zahlreiche Instrumente und kaufte im großen Stil Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere auf. Darüberhinaus vereinbarte sie mit Zentralbanken anderer Länder Währungstausch-Abkommen - und sicherte so beispielsweise die Versorgung der europäischen Banken mit Dollar. All das führte dazu, dass sich die Fed-Bilanzsumme auf über 2200 Mrd. $ ausweitete.
Die Notenbank verdient an diesen Wertpapierkäufen, weil sie Geld quasi per Knopfdruck schaffen kann und in verzinste Anlagen investiert. Allerdings sind die Transaktionen nicht völlig risikofrei. So engagierte sich die Fed auch bei Bear Stearns und dem Versicherungskonzern American International Group (AIG). Bei beiden Unternehmen schirmte sie illiquide Portfolien ab - und läuft damit auch Gefahr, dass sie Verluste erleidet.Mit 46,1 Mrd. $ erzielte die Fed den größten Anteil des Jahresüberschusses mit Wertpapierkäufen. 5,5 Mrd. $ verdiente sie über die speziellen Vehikel, mit denen sie sich bei Bear Stearns und AIG engagierte. Die Bewertungen datieren hier von Ende September. 2,9 Mrd. $ erwirtschaftete sie mit Krediten an Banken und Primärhändler. Mit Währungstausch-Abkommen generierte sie 2,6 Mrd. $.
