Dienstag, 12. Januar 2010

Die Herren über Leben und Tod

Gute Nachrichten sind das nicht: Auch im neuen Jahr hat die Zahl ausfallgefährdeter Unternehmen kaum abgenommen. Nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sind derzeit weltweit 225 der regelmäßig von S&P untersuchten Firmen von der Pleite bedroht. Dazu zählt die Agentur alle Unternehmen mit einer Note von "B-" oder schlechter und einem negativen Ausblick. Die Note "B-" ist die viertschlechteste Note, die S&P vergeben kann. Von einem negativen Ausblick sprechen die Agenturen, wenn die Herabstufung einer Firma in den nächsten zwölf bis 18 Monaten wahrscheinlich ist.
Zwar lag die Zahl ausfallgefährdeter Unternehmen im März 2009 deutlich höher: 300 Firmen drohte damals die Pleite - ein Rekordwert. Doch trotz der niedrigeren Zahl an Ausfallkandidaten geben die S&P-Analysten noch keine Entwarnung. Auch 2010 sei mit einer hohen Summe an Firmenausfällen zu rechnen, teilten sie mit. Die Bewertung vieler Anleihen bleibe auch 2010 schwach. Anleger brauchten aber nicht zu fürchten, dass sich die Negativrekorde des vergangenen Jahres wiederholen: Insgesamt 265 Firmen fielen 2009 aus.

Die Herren haben die größte Finanzkrise der Geschichte nicht kommen sehen und spielen sich jetzt als der Herr über Leben oder Tod einer Firma auf. Wer auf dieser Todesliste ist, kriegt natürlich kein Geld mehr. So wird die Prophezeiung zu einer selbst erfüllenden. Fuck you S&P!