Donnerstag, 21. Januar 2010

ANGST VOR ÜBERHITZUNG

Die chinesische Regierung sieht ihr Land bereits aus den Klauen der Wirtschaftskrise befreit. Die Märkte haben sich unerwartet deutlich stabilisiert, die Wirtschaft wuchs im vierten Quartal zweistellig. Doch das könnte Peking auch in Zugzwang bringen.
China hat sich nach Bekunden der Regierung als erstes Land von der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise erholt. Die chinesische Wirtschaft habe sich stabilisiert, sagte der Leiter der Nationalen Statistikbehörde, Ma Jiantang, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Peking. Als Beleg für die positive Einschätzung nannte er ein Wirtschaftswachstum von annualisiert 10,7 Prozent im vierten Quartal des vergangenen Jahres. China liegt damit über den Erwartungen der meisten Experten. Auf das gesamte Jahr gesehen wuchs die Wirtschaft um 8,7 Prozent.
Ma räumte allerdings ein, dass es hinsichtlich der weiteren Entwicklung immer noch Unsicherheiten gebe und die globale Wirtschaft insgesamt noch schwach sei. Als Folge des starken Wirtschaftswachstum nimmt in China aber auch die Inflationsgefahr zu. Experten warnen bereits vor einer Überhitzung der chinesischen Konjunktur.
Vom Datendienstleister Bloomberg befragte Ökonomen hatten für das vierte Quartal im Durchschnitt ein Wachstum von 10,5 Prozent zum Vorjahr erwartet. Im dritten Vierteljahr hatte die Wirtschaftsleistung um 8,9 Prozent zugelegt.
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