Die USA haben den Dezember mit einem Haushaltsdefizit in Rekordhöhe beendet. Infolge höherer Ausgaben und geringerer Einnahmen sei das Minus im Dezember auf 91,85 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch mit. Damit befinden sich die USA wegen der Kosten für die Finanzkrise und den Folgen der tiefen Rezession bereits den 15. Monat in Folge in den roten Zahlen. Im Vorjahresmonat hatte der Fehlbetrag bei 51,75 Milliarden gelegen.
Auf der Ausgabenseite schlugen sich laut Ministerium Zuschläge für Arbeitslose und Gelder für die medizinische Versorgung in Höhe von 53,3 Milliarden Dollar nieder. In den ersten drei Monaten des im Oktober begonnenen Haushaltsjahres hat sich nach Angaben des Finanzressorts ein Fehlbetrag von 388,51 Milliarden Dollar angehäuft. Im Vorjahreszeitraum waren es 332,49 Milliarden Dollar. Im abgelaufenen Haushaltsjahr hatten die USA wegen der Rezession und kostspieliger Bankenrettungen ein Rekorddefizit von 1,42 Billionen Dollar verzeichnet.
Wer soll in naher Zukunft all die Staatsanleihen noch kaufen? Das beste Argument für Gold ist immer noch der marode US-Staatshaushalt und die mit einhergehende Entwertung des Dollars. Dabei sieht es bei anderen Staaten nicht anders aus. Das System Schulden zu machen, und die sich von Anlegern bezahlen zu lassen, ist dem Untergang geweiht. Das betrifft nicht nur die USA. Wenn die Ratingagenturen ihren Job gewissenhaft erledigen würden, müssten sie nahezu jeden Staat, angesichts der dramatischen Schuldenvermehrung, die Ratings auf CCC (Ausfall reelle Möglichkeit) herabstufen. Das würde natürlich den sofortigen Zusammenbruch des Systems bedeuten. Im Sinne des Investors ist die aktuelle Praxis aber fast schon kriminell.
In Gold we trust!