Das Bankensterben in den USA geht unvermindert weiter. Am Wochenende wurden allein 6 Banken in den USA gschlossen, darunter auch zwei große Institute mit Milliarden-Einlagen. Damit steigt die Zahl der US-Banken-Bankrotte in 2009 auf 130 Geldhäuser. FDIC: 552 US-Banken vor Pleite.
In den USA mussten am Wochenende wieder sechs Banken geschlossen werden. Wie die US-Bankenaufsicht bekannt gab handelte es sich um die AmTrust Bank in Cleveland im Bundesstaat Ohio, die Benchmark Bank in Illinois, die Greater Atlantic Bank in Virginia sowie drei Geldhäuser in Georgia - die Tattnall Bank, die Buckhead Community Bank, und die First Security National Bank.
Am Trust Bank (deutsch "Amerikanische Vertrauensbank") zählt zu den größten Pleiten dieses Jahr. Das Geldhaus hatte 65 Fillialen in Florida und Arizona mit über 1700 Angestellten. Die Billanzsume betrug rund 12 Milliarden Dollar. Sparer hatten der "Vertrauensbank" 8,6 Milliarden Dollar anvertraut. Das Pleite-Haus wurde von der New York Community Bank of Westbury übernommen.
Einlagen seien bis zu einer Höhe von 250000 Dollar versichert, teilte die Einlagensicherungsbehörde mit. Bei den anderen Bankrott-Kanditaten stehen rund eine Milliarde Dollar im Feuer.
Gleichzeitig gab die staatliche Einlagensicherungsbehörde (FDIC) bekannt, dass sie die Kosten für Bank-Pleiten in den nächsten vier Jahren auf 100 Milliarden Dollar taxiere. Die Reserven des Einlagensicherungsfonds beliefen sich noch auf 21 Milliarden Dollar. Man könne aber eine Kreditlinie des Finanzministeriums anzapfen. Dort stünden für Notfälle noch einmal 500 Milliarden Dollar zur Verfügung, so die FDIC.
Die Einlagensicherungsbehörde gab außerdem bekannt, dass noch weitere 552 Banken in den USA vor dem Untergang stünden. Statistisch würden allerdings nur 13% aller gefährdeten Banken tatsächlich bankrott gehen.