Sonntag, 27. September 2009

Wahlanalyse Bundestagswahl 2009

SPD am Boden - Kleine Parteien historisch stark
(Mannheim, 27.09.2009) Bei der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag wird die Union trotz Verlusten mit klarem Abstand stärkste Partei, die SPD fällt auf ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt. Gewinner der Bundestagswahl sind durchweg die kleineren Parteien, die in der Summe so stark sind wie niemals zuvor in der Geschichte der Republik. Auch wenn das endgültige Ergebnis noch nicht genau feststeht, sind FDP, Grüne und Linke ausnahmslos auf dem Weg zu Rekordergebnissen.
Die zentralen Elemente des Wahlsieges der Union sind ihre Leistungsbilanz, ihr Parteiansehen und primär eine Kanzlerin, die mit guter Arbeit und bester Reputation die teils erheblichen Vertrauensverluste in die Sachkompetenzen der C-Parteien kompensiert. Vor allem aber kann Merkel ihren SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier in der K-Frage klar distanzieren, was bei einem gestiegenen Kandidatenfaktor hohe Bedeutung besitzt. Die SPD, im Kabinett wie als Partei besser bewertet als 2005, hatte ein strategisches Dilemma: Neben einer stärker in die Mitte gerückten Union verliert sie nach links Wähler, deren Wünsche sie als Regierungspartei nicht bedienen kann. Hinzu kommt die gesunkene Wahlbeteiligung, die nach einem themenarmen, nicht polarisierenden Wahlkampf auf ein signifikantes Mobilisierungsdefizit der SPD verweist.


Nur noch 71 % der Bundesbürger wollten wählen. Das ist bedenklich. Die alles überragende Nachricht aber kommt aus Brandenburg. Dort hat die DVU den Einzug in den Landtag nicht mehr geschafft. Ich kann mit Schwarz/Gelb leben und hoffe vor allem auf den gelben Anteil. Die Piratenpartei wird mit 2 % bei der ARD geführt. Das ist ein ordentliches Ergebnis und macht Hoffnung auf mehr in 4 Jahren !