Die SHZ-Gruppe, der 14 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein gehören, hat eine "Stallorder" erlassen. Danach dürfen diese Zeitungen nicht über die Piratenpartei und die Freien Wähler berichten. Die SHZ-Gruppe ist der auflagenstärkste Verlag in Schleswig-Holstein und gilt als CDU-nah.
Die Chefredaktion gab die Order, nur über die im Landesparlament vertretenen Parteien, sowie die Linke zu berichten. Die Weisung kam nun heraus, als ein Vertreter der Freien Wähler zu einem Interview zuerst ein- und dann wieder ausgeladen wurde.
Der Pressesprecher der Piratenpartei Schleswig-Holstein, Wolfgang Dudda, sagte dazu: "Der Amtsblattjournalismus des SHZ verhindert, dass sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend und korrekt über die Parteien und die Kandidaten zur Landtags- und Bundestagswahl informieren können".
Es ist einfach nicht mehr hinnehmbar, wie die Medien in diesem Land ihre eigene Politik machen und den Vollkäse der etablierten Parteien unterstützen. Man muß sich wehren und das kann man, in dem man einfach die Produkte dieses Verlages boykottiert und natürlich am Sonntag den 27.9. den Änderhaken setzt. Der Vetternwirtschaft und dem Lobbyismus muß Einhalt geboten werden. Jeder kann etwas ändern. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten, dass dieses Land nicht zu einem Überwachungs- und Unrechtsstaat wird. Es ist auch Unrecht, wenn Parteien ihre Macht ausnutzen und ihren Speichelleckern solche Orders geben. Es mag legitim sein, seine Macht zu erhalten. Aber ist ist nicht legitim, durch eine ungleichmässige Anhäufung von Medienmacht die Stimmung so zu beeinflussen. Was ist das für ein Demokratieverständnis ? Mit der gleichen Überzeugung wird man uns immer mehr unsere Rechte nehmen. Das Unrecht wird durch die Medien legitimiert und die werden von den Politikern gesteuert.
Wehret den Anfängen und wehrt euch !