In einigen Städten wie München und Hamburg (jeweils 2,6 Prozent) sowie der Universitätsstadt Tübingen (3,5 Prozent) kann die Piratenpartei nach ersten Auszählungen sogar auf ein Ergebnis von mehr als zwei Prozent hoffen.
"Die Wahl hat gezeigt, dass unsere Themen wichtig sind und dass wir erfolgreich sein werden in der Zukunft", sagte Parteichef Jens Seipenbusch auf der Wahlparty im Berliner Szeneviertel Friedrichshain. Bei den Landtagswahlen in Sachsen Ende August erreichten die Piraten 1,9 Prozent.
Bei den Piraten engagieren sich vor allem Internet-Aktivisten, die sich für Bürgerrechte in der Informationsgesellschaft und den freien Zugang zu Wissen und Kultur einsetzen. Nach schwedischem Vorbild hatte sich die Piratenpartei 2006 in Deutschland formiert. In den Wochen vor der Bundestagswahl stiegen die Mitgliederzahlen rasant in die Höhe - manchmal kamen täglich bis zu hundert neue Anhänger hinzu. Zuletzt verzeichnete die Partei rund 9200 Mitglieder.
