Donnerstag, 24. September 2009

Die Wirkung der Nebelkerzen läßt nach

Comeback der Heuschrecken : Nach dem Horrorjahr 2008 legen Hedgefonds-Spekulanten wieder los, noch immer weitgehend unbehelligt von lästigen Regeln. Beim Versuch, der Branche Grenzen zu setzen, scheiterte die Welt bislang - ein Paradebeispiel für Probleme bei der Finanzmarktregulierung.

Sie sind wieder da und ihre Versprechen sind zynisch. Die Gesellschaft 36 South Investment etwa stellt satte Renditen in Aussicht - wenn es zu einer Hyperinflation in den Industriestaaten kommt. Je heftiger die Währungen einbrechen, desto besser für die Anleger des neuen Hedgefonds. So läuft es nun einmal in dem Geschäft. Hedgefonds wetten auf alles, was wahrscheinlich oder wenigstens möglich scheint - auf steigende oder fallende Rohstoffpreise, Zinsen oder die Entwicklung von Dollar oder Yen. So sind Gewinne auch dann möglich, wenn es um die Wirtschaft eigentlich hundsmiserabel bestellt ist.